Hautkrebs und Muttermale

Häufige Fragen und Unklarheiten – beantwortet von Frau Dr. Triendl

Häufige FragenHäufigkeit des schwarzen Hautkrebes (Malignes Melanom) ca. 15-20 von 100.000 Menschen erkranken in Mitteleuropa jährlich an einem Melanom, die Häufigkeit ist in den letzten Jahrzehnten stark ansteigend. Jährlich werden im Bundesland Salzburg über 12.000 Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchungen (AVOS) von Dermatologen durchgeführt. Diese Untersuchung wird von den Krankenkassen 1 x jährlich erstattet. Ein Melanom wird dabei in ca. 1 von 100 untersuchten Fällen diagnostiziert. In der Mehrheit handelt es sich um frühzeitig entdeckte Melanome (sog. In Situ Melanome), deren Sterblichkeitsrate äußerst niedrig ist. Diese Daten belegen eindrucksvoll, wie erfolgreich das Melanomvorsorgeprogramm in Salzburg wirkt.

Andere Hautkrebsarten wie z.B. Basaliome oder Plattenepithel-Karzinome  - in der Umgangssprache weißer Hautkrebs genannt - werden im Verhältnis zum Melanom um eine Vielfaches häufiger diagnostiziert, wobei in den meisten Fällen in Folge der Behandlung (Kryotherapie, OP) keine weiteren therapeutischen Konsequenzen mehr zum Tragen kommen.

In den letzten Jahren sind neue Generationen von wirksamen Therapeutika entwickelt worden, welche bei fortgeschrittenem, metastasierenden Melanom gute Heilerfolge erzielen können.

Auch beim "Weissen Hautkrebs" gibt es etliche neue moderne Therapieverfahren.

Melanomerstdiagnose nach operativer Entfernung in unserer Ordination (Aufzeichnungen seit 2001):
 

Im Jahr Melanome
gesamt
Davon Frühmelanome
(In Situ)
2001 4 2
2002 9 3
2003 16 6
2004 6 4
2005 12 5
2006 22 10
2007 28 11
2008 43 30
2009 47 35
2010 47 33
2011 52 38
2012 52 30
2013 50 33
2014 51 40
2015 55 43
2016 63 49
2017 56 43
Daten bis Ende 2017
 


Tipps zur Hautkrebs-Früherkennung:

Die A-B-C-D-Regel

Die sogenannte A-B-C-D-Regel hilft Ihnen den schwarzen Hautkrebs von gutartigen Hautveränderungen zu unterscheiden:

A
Asymmetrie des Herdes: Etwa in der Hälfte der Fälle entwickelt sich der schwarze Hautkrebs in einem vorhandenen Leberfleck. In anderen Fällen entwickelt er sich als vollkommen neue Hauterscheinung, die einem Leberfleck ähnlich sehen kann. Ein gutartiger Leberfleck ist jedoch normalerweise symmetrisch und kreisförmig, während der schwarze Hautkrebs gewöhnlich ungleichmäßig und asymmetrisch wächst.

B
Begrenzung unregelmäßig: Gutartige Veränderungen der Haut grenzen sich in aller Regel scharf von der umgebenden Haut ab. Der schwarze Hautkrebs hingegen hat häufig einen eingekerbten oder undeutlichen Rand, der auf das weitere Wachstum und Ausbreiten des Krebses hinweisen kann.

C
Color, Farbveränderungen: Eines der frühesten Zeichen für den schwarzen Hautkrebs können Farbveränderungen innerhalb des Pigmentfleckes sein. Da der schwarze Hautkrebs innerhalb von Pigment-bildenden Zellen entsteht, ist er häufig unregelmäßig dunkelbraun bis schwarzbraun, auch mit rötlichen, weißen und grauen Zonen gefärbt.

D
Durchmesser: Ein Durchmesser von mehr als 6 Millimetern (die Größe eines Bleistiftradiergummis) ist verdächtig. Der schwarze Hautkrebs beginnt als kleine Hautveränderung. Hat er eine Größe von 6 Millimetern erreicht, sollten weitere Kriterien für Bösartigkeit erkennbar sein.

 

Wie entsteht ein Muttermal?