BOTULINUM

FaltenreduktionBotulinumtoxin A  (umgangssprachl. BOTOX) ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß. Wird es in den Muskel gespritzt, kommt es dort gezielt zu einer Nervenblockade, so dass der entsprechende Muskel erschlafft und nicht mehr wie gewohnt angespannt werden kann. Das Einsatzgebiet von Botox ist in den letzten Jahren stark erweitert worden und umfasst neben dem kosmetischen Spektrum der Faltenreduktion etliche medizinische Indikationen wie z.B,. Schielen, Lidkrämpfe, Migräne, Muskelspasmen, Analfissuren sowie die Behandlung bei Kaumuskel- und Kiefergelenksproblemen.

 

Anwendungen in unserer Ordination:

  • mimische Falten wie Zornesfalte, Stirnfalten, Krähenfüsse
  • Hebung von hängenden Mundwinkeln und der Augenbrauen (sog. Brow-Lift)
  • Kinn- und Hals: Behandlung des "Pflastersteinkinns", störende Längsfalten am Hals (sog. Truthahnhals)
  • Hautstrukturverbesserung am Hals und Decollete bei der alternden, sonnenschädigten, grieseligen Haut mit sog. "Low-Dose-Botox"
  • Kaumuskel(Masseter)hypertrophie: Behandlung entweder aus kosmetischem Interesse zur Gesichtsverschmälerung bei angeborenem breiterem Unterkiefer (häufig bei Asiaten)
  • oder medizinisch zur Therapie von Zähneknirschen, Kiefergelenksproblemen (idealerweise in Zusammenarbeit mit einem Zahnarzt, Kauschiene)
  • Migräne: sehr gute Erfolge bei Spannungskopfschmerzen und Migräne im Stirn- und Temporalisbereich, sowie i.B. der Nacken- und hinteren Kopfmuskulatur
  • Hyperhidrosebehandlung: übermässige Schweissneigung der Achsel

Behandlungsablauf:

FaltenreduktionDas Mittel wird an den gewünschten Stellen mit einer sehr feinen Nadel injiziert. Die Schmerzhaftigkeit ist sehr gering und auch Schwellungen und Hämatombildungen sind eher selten. Die Wirkung tritt erst binnen 3-10 Tagen ein und hält in der Regel 6 Monate an, wobei der Effekt dann allmählich wieder nachlässt. Je nach Ausprägung der Mimikaktivität wird eine Wiederholungbehandlung in halb- bis jährlichen Abständen erforderlich sein, um das Ergebnis dauerhaft aufrecht zu erhalten.

Eine Kontrolle ca. 2 Wochen nach der Behandlung ist sinnvoll, um individuelle Bedürfnisse für die nächste Behandlung richtig einzustufen, oder im Bedarfsfall Korrekturen durchzuführen.

Bei tieferen Falten ist eine Kombinationsbehandlung mit Hyaluronsäure-Fillern empfehlenswert.

Unerwünschte Wirkungen:

FaltenreduktionBei korrekter Anwendung ist Botox ein sehr sicheres und nebenwirkungsarmes Medikament. Gelegentlich wird über leichte Kopfschmerzen oder Ekzemneigung im Lidbereich berichtet. Allergische Reaktionen auf Botox sind eine Rarität. Botox darf bei bestimmten Muskelerkrankungen oder bestimmten Antibiotika-Einnahmen nicht verwendet werden. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte aufgrund fehlender Studien darauf verzichtet werden. Unerwünschte Reaktionen sind hauptsächlich auf Behandlungsfehler zurückzuführen (wie z.B.  Schluckstörungen, Lidsenkungen durch Überdosierungen oder ein zu starrer Gesichtsausdruck). 

 

Achtung: die Anwendungsmöglichkeiten von Botulinum sind zwar vielfältig, der Einsatz jedoch sehr diffzil und erfordert viel Erfahrung !

Frau Dr. Claudia Triendl besitzt über eine langjährige Erfahrung im Umgang mit Botulinumtoxin und hat etliche Grund- und Aufbaukurse, sowie Expertenseminare seit 1998 besucht. Sie besitzt Erfahrung auch im Bereich nicht ästhetischer Einsatzgebiete wie zur Therapie der Masseterhypertrophie, Migräne und der Hyperhidrosisbehandlung (verstärkte Schweißneigung).

 

Wie wirkt Botulinum bei der Behandlung des übermäßigen Schwitzens (Hyperhidrosis) im Bereich der Achseln?

HyperhidrosisBotulinumtoxin wirkt, wenn es im Bereich der Achseln sehr oberflächlich in die Haut injiziert wird, hemmend auf die Schweißdrüsen und blockiert gezielt die dorthin geleiteten Nervenimpulse. Andere Nervenfunktionen, wie das Fühlen oder Tasten durch die Haut, werden dadurch nicht beeinflusst. Für die Hyperhidrosisbehandlung ist Botox in Amerika, in Europa derzeit nur in Frankreich, noch nicht jedoch in Österreich zugelassen; es wurde aber bereits erfolgreich im Rahmen ärztlicher Heilversuche sowie kontrollierter klinischen Studien eingesetzt. Erfahrungen zur Langzeitwirkung von Botox bei übermäßigem Schwitzen liegen noch nicht vor.
 

Wie wird die Behandlung durchgeführt? Die Behandlung ist unkompliziert. Mit einer hauchdünnen Nadel erfolgen mehrere Injektionen (je nach Areal) in die oberste Hautschicht. Bei vorheriger Applikation einer lokal betäubenden Creme (EMLA-Creme, ca. 1 h vorher auftragen) praktisch schmerzfrei.

Welche Nebenwirkungen kann es geben? Im allgemeinen wird Botox sehr gut und ohne Nebenwirkungen vertragen. Wie bei jeder anderen Einspritzung in die Haut, kann es in seltenen Fällen auch zu einer vorübergehenden Hautreizung, blauen Flecken (Hämatomen) oder Infektion kommen. Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern, wie Aspirin und ähnliche Substanzen, müssen vor der Behandlung abgesetzt werden. Gelegentlich können auch grippeähnliche Beschwerden, wie Abgeschlagenheit oder Gliederschmerzen auftreten, die jedoch in der Regel ohne weitere Behandlungsmaßnahmen innerhalb weniger Tage vorübergehen.

Worauf ist nach der Behandlung zu achten? Meiden Sie die direkte Sonnenbestrahlung und tragen Sie die folgenden Tage eine 50+Sonnencreme auf. Die nächsten 6 Stunden sollten Sie sich nicht flach hinlegen.

Wann tritt die Wirkung ein und wie lange hält diese? Normalerweise können Sie einen Wirkungseintritt ab dem 5.-7. Tag nach der Behandlung erwarten. Die Dauer ist recht unterschiedlich und schwankt nach der ersten Behandlung zwischen 6 u. 9 Monaten. Bei jeder weiteren Behandlung verlängert sich die Wirkungsdauer. (halbjährlich bis jährlich Auffrischung).