Prick-Testung in der OrdinationAllergologie in unserer Ordination:

  • Erhebung der möglichen Allergenursache (Anamnesegespräch)
  • Hautpricktest am Unterarm
  • Epicutantest (Läppchentest) am Rücken
  • Labortestung auf Allergieneigung und spezifische Allergene (IgE, Immuno-Cap)
  • symptomatische Behandlung der allergischen Reaktionen
  • Hyposensibilisierungstherapie = spezifische Immuntherapie bei Heuschnupfen (Pollinose) und allergischen Asthma
  • Beratung, Pflege und Prophylaxemassnahmen

Wir testen in der Ordination auch individuelle, sog. native Allergene, wie z.B. Katzenhaare, mitgebachte Nahrungsmittel, Kosmetikprodukte oder Arbeitsmaterialien. Zum Austesten einer Insektengiftallergie sowie ausgeprägter Reaktionen auf Arzeimittel überweisen wir Sie an unsere Allergieambulanzen der Landeskliniken.

 

Kurze Allergiekunde

Unter Allergie versteht man eine spezifische Änderung des Immunsystems (körpereigene Abwehr) im Sinne einer krankmachenden Überempfindlichkeit. Eine Allergie richtet sich meist gegen unschädliche natürliche Substanzen aus der Umwelt (wie z.B. Pollen, Tierhaare, Metalle, Duftstoffe), die von außen mit dem Körper in Kontakt treten. Allergien können verschiedene Organe betreffen. Besonders häufig sind jedoch die Haut und die Schleimhaut befallen, eben die Grenzflächen, an denen sich die Auseinandersetzung des individuellen Organismus mit seiner Umwelt zunächst unmittelbar abspielt.

 

Atopie

Unter dem Begriff der Atopie versteht man, an einen der drei miteinander verwandten Krankheitsbilder Neurodermitis, Heuschnupfen oder allergischem Asthma erkrankt zu sein. Die Neigung an einer atopischen Erkrankungen zu leiden wird genetisch vererbt. Das heißt, dass bei betroffenem Elternteil die Wahrscheinlichkeit für ein Kind daran zu erkranken, erhöht ist. Ob die Erkrankung dann wirklich ausbricht, hängt jedoch von etlichen weiteren Faktoren ab wie Umwelteinflüsse (z.B Umweltverschmutzung, klimatische Verhältnisse, Allergenexposition), allgemeiner Gesundheitszustand (z.B. Infekte) und psychische Faktoren (Stress, Veränderung der Lebensumstände, Familiensituation). Die Häufigkeit an Heuschnupfen, allergischem Asthma oder Neurodermitis zu erkranken ist in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen und beträgt mittlerweile in Österreich ca 20-25 %. Zusätzlich zum zahlenmäßigen Anstieg der Allergiker wird auch das Spektrum der möglichen allergieauslösenden Substanzen immer breiter. Neben herkömmlichen Allergenen wie Gräser- Baumpollen, Schimmelpilzen, Hausstaubmilben und Tierhaaren kommen neue Allergenquellen u.a. in Form importierter Pflanzen (Zypressen, Ragweed) und moderner bzw. exotischer Lebensmittel (Soja, Paranuss, Erdnüsse, Kiwi, Avocado, Kokosnuss, exotische Fischarten).

 

Typ I-Allergie = Allergie vom Soforttyp

  • allergischer Schnupfen (Pollinose)
  • allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • allergisches Asthma
  • selten Nesselausschlag (Urticaria), die häufigere Ursache sind Infekte
  • selten Arzneimittelexantheme (Penicillin)
  • Magen-Darm-Schleimhautprobleme (infolge Kreuzallergien mit Pollen, oder auch auf einzelne Nahrungsmittel)
  • Insektengiftallergie (vor allem Wespe, Biene), welche im schlimmsten Fall zu
  • Anaphylaxie= allergische Typ I Reaktion, wenn das Herz-Kreislauf-System betroffen ist und es zu lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen kommt

Typ IV Allergie vom Spät-Typ = allergisches Kontaktekzem

Das allergische Kontaktekzem entsteht aufgrund eines völlig anderen Allergiemechanismus. Durch den mehrmaligen Kontakt mit der allergiemachenden Substanz auf der Haut wird an jenen Körperstellen, an denen der direkter Kontakt mit der Substanz stattfindet eine Entzündung in Gang gesetzt, die zu einem juckenden Ekzem einhergehend mit Schwellung, Rötung, Bläschen, kleine Knötchen und Kratzspuren führt. Typischerweise können die Hautveränderungen dann sich aber auch auf die Umgebung ausbreiten. Ein allergisches Kontaktekzem kann mit Hilfe des sogenannten Epicutantestes oder Pflastertest nachgewiesen werden. Dabei wird die Testsubstanz in standardisierten Prüfkonzentrationen auf ein kleines Läppchen aufgebracht und für 48 Stunden mit einem luftdichten Pflaster auf die Rückenhaut geklebt. Die Testbeurteilung erfolgt nach Abnahme des Testpflasters und weitere 24 bzw. 48 Stunden später. Im positiven Falle entwickeln sich Rötung, Knötchen und Bläschen im Sinne eines Ekzems.

Bei nachgewiesener Allergie ist die einzige Konsequenz die Allergenvermeidung. Ist die Allergie im Rahmen der beruflichen Tätigkeit aufgetreten, ist die Aufgabe des Berufes fast zwingend erforderlich. Eine der häufigsten Berufserkrankungen, welche zur Aufgabe der beruflichen Tätigkeit führt, ist das allergische Handekzem, z.B. bei Friseuren, Bauarbeitern, Arbeitern in der Gummi- Kunststoffindustrie.

Nach wie vor an erster Stelle in der Bevölkerung ( ca 17%) steht die Nickelallergie, welche durch nickelhaltigen Modeschmuck, Jeansknöpfe, Reißverschluss, auch Euromünzen unterhalten wird. Auf einen Ohrlochstich im frühen Kindesalter sollte daher aus allergologischer Sicht verzichtet werden. Fast ebenso bedeutsam ist die Allergie auf Duftstoffe (in Pflege-Kosmetikprodukten, Nahrungsmitteln, Duftkerzen, etc), gefolgt von Substanzen aus dem Bereich der Konservierungsstoffe, Salbengrundlagen und Farbstoffe. Nach Nickel sind Kobalt- und Chromsalze die bedeutendsten allergenisierenden Metalle.